Raus aus Köln

130 Jahre alt - und noch immer gut zu Fuß

red · 30.10.2018

Fotos: Kölner Eifenverein

Fotos: Kölner Eifenverein

Von seiner Gründung im Oktober 1888 bis heute hat der Kölner Eifelverein so manche Mammutaufgabe gestemmt.

Als „Entwicklungshilfeverein“ für die notleidende Eifel gründet sich am 18. Oktober 1888 der Kölner Eifelverein (KEV), als Zweigstelle des Eifelvereins. Bald schon wird deutlich, dass die touristische Erschließung der landschaftlich schönen Eifel Erfolg verspricht. Der KEV nimmt eine federführende Rolle ein.

Ab 1904 beginnt der Kölner Eifelverein, Wanderwege anzulegen und Schülerherbergen einzurichten. Als er sie später auch für Lehrlinge öffnet, kommt es zur Abspaltung: Eine Gruppe tritt 1909 aus und gründet die „Ortsgruppe Köln“ des Eifelvereins. Der KEV etabliert sich juristisch als eigenständiger Verein, behält aber die Bindung an den Eifelverein bis 1994 bei.

Gründung des Kölner Eifelvereins am 18.10.2018Gründung des Kölner Eifelvereins am 18.10.2018

Das Wandern wird Anfang des 20. Jahrhunderts immer beliebter: 1913 gibt es schon 50 KEV-Wanderungen pro Jahr, 1914 hat der KEV mit rund 2400 die höchste Mitgliederzahl seiner Geschichte.

Während der beiden Weltkriege wird kaum gewandert, doch schon kurz danach lockt es die Kölner wieder ins Grüne.

Ab 1952 erneuert der KEV das Wegenetz und reagiert auf den Siegeszug des Autos mit dem Aufbau von Rundwanderwegen, die an einem Wanderparkplatz starten. Dafür erhält der damalige Vorsitzende das Bundesverdienstkreuz.

Die Anlage des Kölnpfads - eine Mammutaufgabe für den damals rund 500 Mitglieder zählenden Verein - beschert dem KEV großen Aufschwung. Viele neue Wanderfreunde treten ein. Viele beteiligen sich aktiv und kreieren sogar neue Wanderformen - zum Beispiel die Feierabendwanderungen, die im Winter zu „Feierabendwanderungen zu fremden Töpfen“ werden.

Feuchtfröhliches Wandern im SommerIm Sommer wurden die Wanderungen auch schon mal feucht-fröhlich

Heute bietet das Wanderprogramm des Kölner Eifelvereins jährlich rund 600 Wanderungen: einfache, mittlere und anspruchsvolle Tageswanderungen (6 bis 30 km), Kurzwanderungen frühmorgens, vormittags oder nachmittags, Städtetouren, Museumsbesuche. Zum Programm gehören auch preiswerte Wanderurlaube für die Mitglieder.

Gewandert wird im Großraum Köln, im Bergischen Land, in der Eifel, im Siebengebirge und an Sieg, Ahr, Mosel und Rhein. Der Verein pflegt ein Wegenetz von circa 800 Kilometern und hat derzeit rund 1000 Mitglieder und 22 Wanderführer.

Jahresbilanz 2017: Von Köln bis nach Singapur

730 Wanderungen mit 11.090 Wanderfreundinnen und Wanderfreunden - das ist die Jahresbilanz 2017 des Kölner Eifelvereins. Bewältigt wurde eine Wanderstrecke von insgesamt 10.321 Kilometern. Das entspricht der Entfernung von Köln nach Singapur. Wie schon in vorherigen Jahren erwiesen sich die Damen als das stärkere Geschlecht, zwei Drittel der Wanderer waren 2017 weiblich.

Im Programm des Jahres 2017 waren außerdem 23 Radwanderungen, 13 Wanderreisen und zwei Radwanderreisen.

Das Wanderprogramm für das vierte Quartal 2018 enthält 153 Wanderungen, darunter 56 kurze und 27 ambitionierte, sowie vier Fahrrad-Touren. Es gibt Senioren- und Familienwanderungen, Feierabendtouren zu fremden Töpfen, Wanderungen durch den Kölner Wald und Weinanbaugebiete, Früh-Wanderungen sowie zehn weihnachtliche Wanderungen.

Alle Wanderungen sind auf der Webseite des KEV abrufbar. Das Programm kann telefonisch angefordert werden unter 02 21 / 62 70 76 oder 64 66 19.

Kölner Eifelverein e.V. gegr. 1888
Flachsrosterweg 24
51061 Köln
Tel. 02 21 / 64 66 19

Tags: Geschichte

Kategorien: Leben in Köln , Raus aus Köln