Leben in Köln

Sicher über schwieriges Pflaster

Wolfgang Guth · 01.08.2019

 

Liebe Leserinnen und Leser,


Foto: Stadt Köln / Jens Koch

barrierefreie Mobilität geht uns alle an: Nicht nur Menschen mit Bewegungseinschränkungen sind auf barrierefreie Wege angewiesen. Auch Menschen ohne Hör- oder Sehvermögen sollen sich eigenständig durch die Stadt bewegen können. Aber auch wer schweres Gepäck oder einen Kinderwagen bewegt, ist über jede abgesenkte Bordsteinkante, einen funktionierenden Aufzug oder einfach nur über jeden vermiedenen Umweg dankbar.

Daher werden bei Neuplanungen oder Umbauten im Stadtgebiet grundsätzlich entsprechende Vorschriften und Empfehlungen der Wissenschaft berücksichtigt. Wir streben an, auf Gehwegen mindestens eine Breite von zwei Metern hindernisfrei zu gestalten. Fußgängerüberwege, ob mit Zebrastreifen oder Ampel, werden durch den Bau von ertastbaren Elementen angezeigt. Die Bordsteine sind abgesenkt oder niveaugleich gebaut.

Viel zu lange spielte Barrierefreiheit im öffentlichen Nahverkehr gar keine Rolle. Hier besteht erheblicher Nachholbedarf, insbesondere an den Haltestellen der Stadtbahnen. Auch wenn in Köln die meisten Haltestellen inzwischen barrierefrei sind, arbeiten die Stadtverwaltung und die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) mit Hochdruck daran, bis zum Jahr 2022 eine weitgehende Barrierefreiheit herzustellen. Bevorzugt werden stark nachgefragte Bus- und Bahnlinien. Derzeit werden zum Beispiel die Stadtbahnhaltestellen Kalk Post und Vingst mit Aufzügen nachgerüstet. Vollständig wird der Umbau aller Haltestellen jedoch auch bis zum Jahr 2022 nicht abgeschlossen werden. Die umfangreichen Planungen, Genehmigungen und Vergabeprozesse sowie die Sicherung der Finanzmittel und letztlich die Baumaßnahme selbst beanspruchen viel Zeit. Deswegen bietet die KVB auf den Internetseiten eine Informationsmöglichkeit an, welche Haltestellen barrierefrei nutzbar sind. Hier sind in Echtzeit auch Informationen über Ausfälle von Aufzügen einsehbar.

Mein besonderer Dank gilt vor allem der Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik, die auf bestehende Missstände hinweist und konstruktiv an Lösungen mitarbeitet.

Unterschritft Henriette Reker

Henriette Reker
Oberbürgermeisterin der Stadt Köln

 

Informationen:

Kölner Rollatortag, Mittwoch, 18. September
10 bis 13 Uhr
Neumarkt

Rollatortraining in Theorie und Praxis
Dienstag, 3.9. und Donnerstag, 7.11.
jeweils 14–16 Uhr
19 Euro
Anmeldung: 0221 / 40 03-80 80
St. Hildegardis-Krankenhaus, Bachemer Str. 29–33
Webseite

Rollatorentest der Stiftung Warentest
von März 2019, Testergebnisse, Kauftipps, Finanzierung durch die Krankenkasse
Zum Test ist gelangen Sie per Klick auf die Webseite

Rollator – Tipps zum sicheren Umgang
Empfehlenswerte Broschüre aus der Reihe ZQP-Ratgeber
Zentrum für Qualität in der Pflege
Tel. 030 / 275 93 95-0
Webseite

Mobilitätsberatung der Kölner Verkehrs -Betriebe
Markus Schönbein, Tel. 0221 / 547 38 63
E-Mail: markus.schoenbein@kvb.koeln
Webseite
Suchwörter „Aufzugstörungen“, „Barrierefreiheit“ und „Mobilitätsberatung

 

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Tags: Rollator , Sicherheit

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